Unsere Vision
Schuld und Realität
Im Zentrum unseres Projekts steht die psychologische Auseinandersetzung mit einem universellen, oft unsichtbaren Phänomen: Schuldgefühlen. Wir beleuchten die Diskrepanz zwischen objektiver Schuld und dem subjektiven Empfinden und zeigen, dass der Umgang mit der eigenen Vergangenheit selten ein linearer Prozess ist. «Nachhall» thematisiert die Ambivalenz des menschlichen Handelns, die Mechanismen der Verdrängung und die schleichende Flucht aus einer Realität, die zu schwer zu ertragen scheint.
Wir möchten die dünnen Grenzen zwischen der inneren Wahrnehmung und der äusseren Wirklichkeit erfahrbar machen. Durch die interaktive Struktur des Films rücken wir Fragen in den Fokus, die im Alltag oft unbeantwortet bleiben: Wie findet man aus einem psychischen Ausnahmezustand heraus, wenn die eigene Wahrheit verschwimmt? Führen gut gemeinte Entscheidungen zwangsläufig zur Erlösung? Indem wir das Publikum aktiv in den Entscheidungsprozess einbinden, machen wir innere Konflikte sichtbar und spürbar. «Nachhall» soll dazu anregen, das eigene Urteilsvermögen zu hinterfragen und die Komplexität emotionaler Zerrissenheit in einer neuen Intensität zu erleben.
Unser Ziel war es, ein Format zu schaffen, das die Zuschauenden nicht nur zusehen lässt, sondern sie unmittelbar in die moralische Verantwortung zieht.